Eine Vertragspartei ist ein Staat oder eine zwischenstaatliche Organisation oder eine andere Einrichtung mit vertraglicher Entscheidungsfähigkeit, die ihre Zustimmung zur Vertragliche,die durch einen Vertrag gebunden ist, unabhängig davon, ob der Vertrag in Kraft getreten ist oder nicht, für diesen Staat oder die zwischenstaatliche Organisation in Kraft getreten ist oder nicht. Vor 1871 schloss die Regierung der Vereinigten Staaten regelmäßig Verträge mit Indianern, aber der Indian Appropriations Act vom 3. März 1871 (Kap. 120, 16 Stat. 563) hatte einen Reiter (25 U.S.C. 71) beigefügt, der die Vertragsgestaltung des Präsidenten effektiv beendete, indem er vorlegte, dass keine indische Nation oder Kein indischer Stamm als unabhängige Nation, Stamm oder Macht anerkannt werden darf, mit der die Vereinigten Staaten vertraglich schließen können. Die Bundesregierung unterhielt nach 1871 weiterhin ähnliche vertragliche Beziehungen zu den Indianerstämmen durch Vereinbarungen, Statuten und Exekutivanordnungen. [28] Im Falle der indigenen Australier wurde nie ein Vertrag mit den indigenen Völkern geschlossen, die die Europäer zum Landbesitz berechtigen, wobei die Doktrin des terra nullius (mit Ausnahme von South Australia) größtenteils übernommen wurde. Dieses Konzept wurde später von Mabo v Queensland gekippt, das das Konzept des einheimischen Titels in Australien etablierte, lange nachdem die Kolonisierung bereits vollendete Tatsachen war. Das 1994 geschlossene Landwirtschaftsabkommen der Uruguay-Runde (URAA) brachte den Agrarhandel stärker unter die internationalen Handelsregeln und -verpflichtungen. Das Abkommen sah die Umwandlung nichttarifärer Maßnahmen in normale Zölle, die Festlegung von Zollkontingenten (TRQ), die Verringerung der Ausfuhrsubventionen und die handelsverzerrende inländischen Stützung unter Berücksichtigung nichthandelsmäßiger Bedenken vor.

a) Vertrag als Oberbegriff: Der Begriff “Vertrag” wird regelmäßig als Oberbegriff verwendet, der alle völkerrechtlichen Undrechtsverbindlichkeiten umfasst, die zwischen internationalen Einrichtungen unabhängig von ihrer förmlichen Benennung geschlossen sind. Sowohl das Wiener Übereinkommen von 1969 als auch das Wiener Übereinkommen von 1986 bestätigen diese allgemeine Verwendung des Begriffs “Vertrag”. Das Wiener Übereinkommen von 1969 definiert einen Vertrag als “ein internationales Abkommen, das zwischen Staaten in schriftlicher Form geschlossen wird und dem Völkerrecht unterliegt, unabhängig davon, ob es in einem einzigen Rechtsakt oder in zwei oder mehr verwandten Rechtsakten und gleich nach seiner besonderen Bezeichnung verankert ist”. Mit dem Wiener Übereinkommen von 1986 wird die Definition von Verträgen auf internationale Abkommen ausgedehnt, an denen internationale Organisationen als Vertragsparteien beteiligt sind. Um von einem “Vertrag” im allgemeinen Sinne zu sprechen, muss ein Instrument verschiedene Kriterien erfüllen. Zunächst muss es sich um ein verbindliches Instrument handelt, was bedeutet, dass die Vertragsparteien beabsichtigt haben, rechte Rechte und Pflichten zu schaffen. Zweitens muss das Instrument von Staaten oder internationalen Organisationen mit vertraglicher Macht geschlossen werden. Drittens muss sie dem Völkerrecht unterliegen. Schließlich muss das Engagement schriftlich erfolgen.

Schon vor dem Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge von 1969 war das Wort “Vertrag” im allgemeinen Sinne in schriftlicher Form reserviert.