Flexible Arbeitszeit ist im Industrie- und Gewerbezur Tag der Zeit geworden, was bedeutet, dass Sie oft ein- und ausstempeln, aber Sie können unabhängig Ihre Ankunfts- und Abreisezeit entscheiden. Dennoch neigen die Schweizer dazu, Frühaufsteher zu sein, und die meisten Menschen beginnen ihren Arbeitstag früh, zwischen 7 und 8 Uhr morgens. Individuelle Arbeitsverträge regeln die Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Sie unterliegen keinen formformalen Anforderungen und können – mit Ausnahme von Lehrverträgen – auch das Ergebnis einer mündlichen Vereinbarung sein. Es liegt jedoch im Interesse beider Parteien, einen Vertrag schriftlich auszuarbeiten. Besondere Vorschriften wie Wettbewerbsverbote oder Überstundenregeln müssen in einem schriftlichen Arbeitsvertrag festgelegt werden. Es wird unterschieden zwischen befristeten Arbeitsverträgen (der Vertrag endet am Anfang) und unbefristeten Arbeitsverträgen (der Vertrag endet mit Kündigung). Jeder auf unbestimmte Zeit abgeschlossene Arbeitsvertrag kann sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer einseitig gekündigt werden, vorbehaltlich gesetzlicher Kündigungsfristen von einem bis drei Monaten, je nach Dienstzeit. Bis auf einige Sondervereinbarungen – wie den Lehrvertrag, den Arbeitsvertrag mit einem gewerblichen Reisenden oder den Arbeitsvertrag zwischen einem gewerblichen Personallieferanten und einem Arbeitnehmer (die alle eine schriftliche Form erfordern) – unterliegt ein Arbeitsvertrag keiner bestimmten Form und kann sogar mündlich oder implizit vereinbart werden. Bestimmte Vertragsbestimmungen gelten jedoch nur, wenn sie schriftlich vereinbart wurden (z.B. restriktive Vereinbarungen, Ausschluss von Überstunden, vom Gesetz abweichende Kündigungsfristen usw.).

Den Parteien steht es frei, einen unbefristeten oder befristeten Vertrag abzuschließen. Die Abfolge mehrerer befristeter Verträge zwischen denselben Parteien kann jedoch als Umgehung des Kündigungsschutzes des Arbeitnehmers angesehen werden (wenn kein objektiver Grund für eine solche Abfolge vorliegt). In diesem Fall gilt der Arbeitsvertrag als unbefristet. Ein Job, der zu 90 % angeboten wird, bedeutet in der Regel zwei freie Tage im Monat (arbeiten Sie neun von zehn Arbeitstagen). Eine 50%-Stelle könnte zwei Arbeitstage pro Woche bedeuten, gefolgt von drei der nächsten. Wie genau die Zeit aufgeteilt wird, kann zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bestimmt werden. Die Schweiz ist immer noch eine männerdominierte Arbeitswelt. Frauen haben eher eine traditionelle Rolle als zu Hause bleibende Mütter, obwohl sich dies ändert.

Aber vor allem die Nordamerikaner werden sich über die häufige Trennung der Geschlechter in der Arbeitswelt nicht wundern: Männer in der Industrie, Frauen in Dienstleistungsrollen. Während der Probezeit kann jede Partei den Vertrag jederzeit mit einer Frist von sieben Tagen kündigen; die Probezeit gilt gesetzlich als der erste Monat eines Arbeitsverhältnisses. Die Probezeit darf jedoch drei Monate nicht überschreiten. Wird die Probezeit normalerweise durch Krankheit, Unfall oder Erfüllung einer nicht freiwilligen gesetzlichen Verpflichtung unterbrochen, so verlängert sich die Probezeit entsprechend. Während der Probezeit gelten die gesetzlichen Regeln für die Beendigung zu einem ungünstigen Zeitpunkt (Schwangerschaft, Krankheit, Unfall, Wehrdienst u.a.) nicht. Zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden werden Tarifverträge geschlossen. In diesen Vereinbarungen legen die Sozialpartner die Mindestanforderungen (z. B. Mindestlohn) fest, die in einzelnen Arbeitsverträgen nicht unterboten werden dürfen.