Im vorliegenden Fall hatte der Arbeitgeber die Stelle eines als Buchhalter eingestellten Arbeitnehmers, der 16 Jahre Betriebszugehörigkeit hatte, gestrichen, um die Betriebskosten zu senken und Geld zu sparen. Nach Ansicht des Gerichts ist die Beseitigung einer Position eine freie Wahl eines Arbeitgebers. In diesem Zusammenhang genügt es, dass eine solche Beseitigung tatsächlich eingetreten ist, um die Entlassung des betroffenen Arbeitnehmers auch ohne wirtschaftliche Verluste zu rechtfertigen. Eine Anhörung des Gerichts in einem Gerichtssaal ist derzeit nicht möglich. Ab dem 2. Juni 2020 werden nach Möglichkeit Fernanhörungen geplant. Am 17. Mai 2018 erließ das Berufungsgericht eine Entscheidung, die darauf hinweist, dass Arbeitgeber keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten nachweisen müssen, um eine Entlassung aus nicht personenbezogenen Gründen zu rechtfertigen (Rechtssache 43317). Das Gericht stellte fest, dass Arbeitgeber rechtmäßig Umstrukturierungsmaßnahmen ergreifen können, auch wenn keine Gefahr möglicher wirtschaftlicher Verluste besteht. Der Gerichtshof hat einen Benutzerleitfaden für virtuelle Anhörungen vor dem Arbeitsgericht erstellt. Das Arbeitsgericht kann entscheiden, eine Beschwerde oder Streitigkeit nur durch schriftliche Stellungnahmen zu bearbeiten, es sei denn, eine der Parteien widerspricht dem innerhalb von 42 Tagen nach Unterrichtung. Die jüngsten Entscheidungen des Arbeitsgerichts in TA Hotels Limited t/a Lynam es Hotel v Vireshwarsingh Khoosye und TA Hotels Limited t/a Lynam es Hotel v Preeti Khoosye haben erhebliche Auswirkungen auf Wanderarbeitnehmer, die in Irland ohne die erforderlichen Einwanderungsgenehmigungen beschäftigt sind.

Am 5. Juli 2018 stellte das Berufungsgericht des Arbeitsgerichts fest, dass die Beweislast für Überstunden dem Arbeitnehmer obliegt, der die Zahlung beantragt (Rechtssache 44992). Die Visa der Beschwerdeführer liefen 2013 bzw. 2014 aus. Sie beantragten 2015 die Verlängerung ihres Visums. Aufgrund einer Verzögerung und eines Verfahrens, das durch die obersten Gerichte ging, wurden ihnen jedoch erst 2019 neue Visa erteilt. Sie haben im August 2016 eine Reihe von Klagen gegen den WRC wegen ihrer angeblichen Entlassung geltend gemacht. Ihr ehemaliger Arbeitgeber (das “Hotel”) behauptete, ihre Verträge seien einige Monate zuvor gekündigt worden, weil sie keine neuen Arbeitsvisa erhalten hätten. Hussein sah, wie der High Court einen Arbeitsgerichtsspruch für einen Mitarbeiter kippte, weil dieser keine gültige Arbeitserlaubnis hatte. Der Oberste Gerichtshof hob daraufhin die Entscheidung des High Court aus technischen und verfahrenstechnischen Gründen auf, die nichts mit der Sachfrage zu tun hatten. Im Wesentlichen stellte sie fest, dass der High Court den Fall niemals hätte anhören dürfen, weil er außerhalb seiner Zuständigkeitsgrenzen für eine gerichtliche Überprüfungsanfechtung lag. Das Hotel argumentierte, dass die Arbeitsverträge der Beschwerdeführer illegal und nicht durchsetzbar seien, da die erforderlichen Einwanderungsgenehmigungen fehlten.

Das Hotel argumentierte, dass es sich um eine Nichtdurchsetzung ihrer gesetzlichen Arbeitsrechte ergebe.